Hogar de Cristo in Arequipa/Peru Projekt für Kinder & Jugendliche

Ein aktueller Bericht über die Situation 2017 in Arequipa und im Hogar: 

Das vergangene Jahr 2017 war in Arequipa schwierig. Das Wetterphänomen El Niño brachte, wie schon berichtet, im Frühjahr starke Regenfälle und Überschwemmun-gen. Dies führte zu einem Zusammenbruch der Wasserversorgung und dazu, dass mehr Kinder zu uns ins Hogar de Cristo kamen.                                          

Im weiteren Jahresverlauf wurden die staatlichen Schulen vier Monate lang von den Lehrern bestreikt. Die Lehrer an staatlichen Schulen verdienen nicht viel und somit demonstrierten sie für besseren Lohn und Schutz vor Kündigung. Weil es zwei Monate lang auch in Arequipa keinen Unterricht gab, kamen viele Kinder den ganzen Tag in unser Haus.

Es gab für unsere Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helferinnen alle Hände voll zu tun. Zurzeit sind 66 Kinder und Jugendliche im Haus Hogar de Cristo. Davon sind elf Stipendiaten. Ein wichtiger Aspekt der Arbeit ist immer auch die Gesundheits-fürsorge der Kinder und Jugendliche und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Der Freundeskreis Hogar de Cristo in Deutschland hat sich ja finanziell an der Entstehung des "Policlinico Social Aleman Espirito Santo" beteiligt. Als Gegenleistung werden bis heute die Kinder und Jugendlichen, die in unser Haus kommen, in der Klinik kostenlos untersucht und behandelt.

Mit den seit Ende des Jahres 2016 neu ins Haus gekommenen Mitarbeiterinnen sind wir sehr zufrieden. Sie sind kompetent und zuverlässig. Wir wollen an dieser Stelle Seniora Braulia Calderon erwähnen, unsere "Administradora". Sie betreut unsere Verwaltung und kümmert sich gewissenhaft um die Stipendiaten. Sie steht ihnen mit Rat zur Seite, denn die Kinder können nach erfolgreichem Abschluss der Schule mit unserer Hilfe eine Fachschule oder auch die Universität besuchen.

Seniora Lula Perez-Wicht ist seit der Gründung des "Hogar de Cristo" vor 23 Jahren immer noch die wichtigste Person im Vorstand des Hauses und sorgt dafür, dass alles läuft. Vielen Dank an diese Beiden und die anderen Helfer an dieser Stelle.

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Im Folgenden ein Bericht unserer Vorstände Elisabeth Schwall und  Niurka Zuniga de Lang vom November 2016:

Liebe Freunde, liebe Spender,

herzlichen Dank für die Unterstützung, die Sie immer wieder den Kindern und Jugendlichen des Hogar de Cristo in Arequipa/Peru zukommen lassen.

In diesem vergangenen Jahr 2016 waren Frau Niurka  Zuniga de Lang, meine Stellvertreterin und ich Ende November, Anfang Dezember wieder in Arequipa, um uns über die Situation im Hogar de Cristo zu informieren. Es läuft mit neuen kompetenten Mitarbeitern gut.

Die Einrichtung besteht ja nun seit 22 Jahren und in dieser langen Zeit hat sich natürlich auch in Arequipa, zum Weltkulturerbe ernannt, vieles verändert, wo von auch die Kinder und Jugendlichen betroffen sind, die ins Haus kommen. Auf dem „Hauptplatz“ vor der Kathedrale, Plaza de Armas, dem Mittelpunkt der Stadt, dürfen sie nicht mehr ihre Dienste anbieten, wie Schuhe putzen, Autoscheiben reinigen, Kaugummi oder Süßigkeiten zu Kauf anbieten, wodurch sie sich ein wenig Geld verdienen konnten. Ohne einen kleinen Verdienst sind sie  auf die Betreuung im Hogar de Cristo angewiesen.

Zur Zeit sind 66 Kinder im Haus. Es werden hauptsächlich Kinder bis zu 15 Jahren betreut. Für ältere Jugendliche, die zur weiteren Ausbildung Fachschulen oder die Universität besuchen haben wir Stipendien eingerichtet  Zur Zeit gibt es 14 Stipen-diaten.

Wir können auf den Erfolg des Hauses Kindern und Jugendlichen eine gute Zukunft zu ermöglichen stolz und sehr zufrieden sein.

 Die Stadt Arequipa, die von den Spaniern in der Zeit der Eroberung Südamerikas gegründet wurde und viele historische Gebäude, Kirchen, Klöster und Paläste besitzt, strebt an, auf der Liste des Weltkulturerbe zu stehen. Daher wird viel restauriert und wieder instand gesetzt, die alten Straßen gepflastert so wie sie ursprünglich waren, Plätze mit Pflanzen verschönert. In der Stadtmitte, der große Platz „Plaza des armas“ wird gepflegt und auch mit Blumenrabatten verschönert.

Es gibt im Zentrum kaum noch Kinder oder Bettler zu sehen. Diese sind an den Rand der Stadt gedrängt, wohin Touristen nicht kommen. Zu uns kommen Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Eltern, die arbeiten, um für sich und ihre Kinder das Nötigste zum Leben zu haben. Das sind dann meist schlecht bezahlte Jobs. Die Kinder sind nach der Schule im Hogar, werden im Haus betreut, bekommen Essen und erledigen ihre Schulaufgaben mit Hilfe der "educadoras". Es ist uns sehr wichtig, dass die Kinder eine Chance für ein besseres Leben bekommen und dafür ist das Hogar sehr gut und wir wollen es weiterhin unterstützen.

Impressionen vom  Alltag im Hogar-de-Cristo

 


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